Dragon Age RP

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Allie
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BeitragThema: - Prolog -   So 10 Jul 2011, 2:31 pm

Prolog

Aktive Charaktere: Mabari, Ripper

Ripper saß in seiner dunklen Ecke und war tief in Gedanken versunken. Er dachte an die Verderbnis. Seine Vermutungen behielten Recht. Die dunkle Brut war noch längst nicht vernichtet... im Gegenteil... das was er in Amaranthine erlebt hatte, war doch sehr beunruhigend. Alles was er dort gesehen hatte… Verzweiflung, Leid... und Tod.
Eines stand fest... der Erzdämon war nur der Anfang.
Instinktiv... als Ripper an den Tod dachte... betrachtete er den seltsamen Ring, den sein Hund ihm bei seiner Rückkehr aus den tiefen Wegen mitgebracht hatte.
Er war etwas schwarz verkohlt... allerdings hatte er dadurch seine Besonderheit nicht verloren. Ihm fiel auf, dass der Ring nicht von den Zwergen stammen konnte... ihre Kunst sah anders aus... und von der Dunklen Brut war er mit Sicherheit auch nicht.
Das konnte womöglich nur eines bedeuten...
Er musste von den drei Elfen stammen... und die Wahrscheinlichkeit, dass dort unten in den Tiefen Wegen noch andere Elfen herumliefen war doch sehr gering. Aber warum lag dieser Ring dort ganz allein mitten in den Tiefen Wegen?
Dass sie ihn verloren hatten war doch sehr unwahrscheinlich.

Ripper beschloss, sich nicht weiter Gedanken darüber zu machen und betrachtete seinen Hund, der in der Nähe des Kaminfeuers lag und vor sich hin döste.
Sie waren sehr lange voneinander getrennt gewesen und Ripper war froh das wieder jemand da war dem er sorglos vertrauen konnte. Allerdings war er auch der Einzige dem Ripper vertraute. Sorgen, dass sein Hund womöglich versagte machte er sich aber nicht. Er kannte ihn und wusste, dass er erfolgreich wieder zurück kommen würde. Und das tat er auch... und zwar mit Information und einem Brief der Elfen. Wie es aussah befanden sie sich auf einer wichtigen Mission. Anscheinend mit diesem Avalos, von dem die eine Frau im Turm der Magier sprach. Aber was genau sie vor hatten und ob es ihnen gelingen würde... war ihm jetzt auch egal.
Zu viel Zeit war vergangen.
Eines wollte ihm allerdings nicht aus dem Kopf gehen... die Elfe erwähnte in ihrem Brief einen Mann, der sie überfiel und nach Ripper fragte.
Warum sollte irgendein Mann ihnen folgen, sie überfallen und sich dann für Ripper interessieren? Hatte das vielleicht etwas mit den Dalish zu tun... glaubten sie immer noch, er hatte etwas mit dem Tod des Hüters zu tun? Wurde er verfolgt?
Das Gefühl, dass er nicht immer allein im Wald war hatte er zwar schon öfters nach dem Vorfall gehabt, aber bis jetzt ist nichts Verdächtiges passiert. Trotzdem war es etwas beunruhigend.
Ripper mochte es gar nicht, wenn er verfolgt oder beobachtet wurde.
Aber wenn die Verfolger ihn angreifen sollten... würden sie es sicher ganz schnell bereuen. Ripper schaute zu seiner großen Kriegsaxt Ròmker und grinste etwas seltsam.
Auf einmal hörte Ripper ein leises Zischen in der Nähe des Kamins.
Er ahnte es schon...
Eine kleine aber kräftige Schlange kroch langsam aus einem Loch in der Wand nahe dem Kamin in die Taverne und schlängelte in Richtung Ripper. Als die Schlange an seinem Hund vorbei schlängelte, war dieser plötzlich hellwach und verfolgte mit neugierigem Blick das Tier.
Auch Ripper betrachtete das Wesen. Er wunderte sich etwas, warum eine Schlange hier in die Taverne kam und züngelnd in seine Richtung kroch. Er war zwar bekannt dafür, dass er eine etwas seltsame Beziehung zu Tieren hatte, aber dass es ausgerechnet eine Schlange war wunderte ihn schon etwas. Zum einen weil für ihn die Schlange eines der stolzesten Wesen war, und er sie beinahe vergötterte... wahrscheinlich weil sie sich auf eine gewissen Art und Weise ähnelten. Und zum anderen, weil es doch recht selten Schlangen hier in dieser Umgebung gab oder sie sich kaum zeigten... wenn dann meistens nachts. Er hatte schon des Öfteren nachts Schlangen in der Nähe seines Lagers im Wald gesehen. Doch irgendetwas schien die Schlange zu wollen... denn es schien so als würde sie Ripper anschauen. Die Schlange machte vor Rippers mächtigen dunklen Panzerstiefeln halt und schaute zu ihm hinauf - was dieser ebenfalls tat. Sie fing heftig an zu züngeln als wolle sie etwas sagen und beinahe kam es Ripper so vor, als sei dies auch der Fall... als würde er leise etwas hören.

„Wenn der Kampf endet wird er erwachen.
Das Ende ist der Anfang.
Er ist erwacht, und das Ende ist nahe.“


Ruckartig und blitzschnell verschwand die Schlange wieder und Ripper samt Hund schauten sich etwas verwirrt um. Hatte er geträumt? Es war schließlich nicht das erste Mal, dass er seltsame Träume hatte. Aber es war zu real für einen Traum... da war er sich sicher. Vielleicht Halluzinationen oder dergleichen. Nein das konnte nicht sein... Ripper hatte seine Psyche und Geist stets unter Kontrolle. War es womöglich ein Zeichen?
Ripper seufzte, lehnte sich zurück und zog seinen schweren Helm tiefer ins Gesicht, so dass seine grünen Augen nicht mehr zu sehen waren.
Zu viel ging ihm durch den Kopf... konnte er überhaupt noch klar denken?
Er verabschiedete diesen Gedanken mit einem leichten Nicken, warf einen kurzen zufriedenen Blick zur Axt und seinem Hund und schloss die Augen.


Im hellen Sonnenschein gingen zwei Menschen über ein großes Feld. Ein Junge und ein Mädchen. Sie liebten sich und alberten herum. Tanzten über Stock und Stein und sangen fröhlich Lieder. Nahe eines alten Baumes, dessen knochige Wurzeln sich über den Acker verteilten und dessen Äste weit in den blauen Himmel ragten, blieben der Junge und das Mädchen stehen. Sie umarmten sich und schauten sich tief in die Augen. Die Liebe der beiden war deutlich zu spüren. Ihre Münder näherten sich und berührten sich zart. Sie fingen an sich leidenschaftlich zu küssen. Für beide war es der erste Kuss und sie schworen sich für immer zusammen zu bleiben. Auf einmal wurde es schlagartig dunkel, donnerte und blitzte. Der Regen zerschlug Äste und Pflanzen. Tiere rannten davon und suchten Schutz im nahen Wald. Die beiden Menschen sprangen schnell unter den Baum, um sich zu schützen. Hand in Hand klammerten sie sich aneinander und bangten um ihr Leben. Plötzlich schlugen überall Blitze ein und entfachten riesige Feuersbrünste. Der nahegelegene Wald fing Feuer und brannte samt Tiere lichterloh bis auf verkohlte Baumstumpen nieder. Rauch drang den beiden in den Rachen, und sie schnappten nach Luft. Sie sanken zu Boden und flehten um ihr Leben. Da tat sich unter ihnen der Boden auf, und die beiden stürzten samt Baum in die schwarze Tiefe.
Sie fielen und fielen... ohne ein Ende in Sicht.
Doch da hörten sie etwas...
Es war Wasser.
Erleichterung tat sich auf und verschwand wieder als die beiden Menschen in ein riesiges Meer aus Blut stürzten. Riesige Wellen schlugen über sie ein und drückten sie unter Wasser. Die beiden rissen ihre blutunterlaufenen Augen auf sahen auf dem Grund den alten Baum stehen. Doch war er nicht mehr der schöne majestätische Baum, der auf dem Feld stand. Er hatte keine Blätter und sein Stamm war rabenschwarz. An seinen Ästen hingen alte Seile... an dessen Enden Menschen hingen. Sie waren ausgelaugt und es fehlte ihnen Haar und Haut. Ihre glasigen Augen starrten den Jungen und das Mädchen an. Die beiden erkannten sie. Es waren ihre Freunde und Familie, die dort leblos am Baum hingen. Die Todesangst war ihnen ins Gesicht geschrieben. Das Mädchen konnte diese Gesichter nicht mit ansehen und schaute weg. Sie schaute nach dem Jungen... doch fand ihn nirgends. Vor lauter Angst begann sie im blutigen Wasser zu strampeln und versuchte an die Oberfläche zu kommen. Doch so sehr sie sich auch bemühte... sie schaffte es nicht. Ihre Lungen zogen sich zusammen, die vergeblich nach Luft suchten.
Plötzlich stieg das Blutmeer rasant ab. Der Baum und das Blut waren verschwunden... aber dafür war es stockdunkel und eisig kalt. Das Mädchen saß blutüberströmt auf dem kalten Boden und wimmerte. Immer lauter werdendes irres Lachen war zu hören.
Dann entfachte über ihr ein kleines Feuer, in dem eine fürchterliche Fratze zu sehen war. Sie erkannte, dass überall um sie herum Berge aus Eis waren. Das Mädchen versuchte aufzustehen... doch es gelang ihr nicht. Ihre Beine und Füße waren blau angelaufen und am Boden festgefroren. Sie zitterte am ganzen Körper. Wieder und wieder lachte sie die grausige Fratze aus dem Feuer an. Erst jetzt bemerkte sie, dass sie vollkommen nackt war. Kleine Eiszapfen bildeten sich an ihren vor Kälte hart gewordenen Brustwarzen und ihre langen schwarzen Haare waren steif und an ihrem Rücken festgefroren. Sie versuchte ihren Kopf in Richtung der Fratze zu heben. Das Eis krachte und sie wollte vor Schmerzen schreien, doch ihr Speichel hatte ihr den Mund zu-und ihre Zunge festgefroren. Die Fratze schaute das Mädchen an und lachte. Dann tauchten zwei große Hände auf und hielten einen Jungen fest in der Luft. Eine Hand den linken Arm und die andere den rechten. Das Mädchen erkannte ihn sofort... es war ihr Freund, welcher ebenfalls nackt war und schreiend in der Luft hing. Sein Glied, sowie Ohren und Haare waren abgetrennt. Seine Nägel und Augen herausgeschnitten... sein Körper vor Blut triefend. Eine Träne rann dem Mädchen die Wange herunter und gefror sofort zu Eis. Doch eine einzige blutrote Träne schaffte es auf den Boden, und in diesem Moment rissen die Hände den jammernden Jungen entzwei und ein riesiges rotes Gebräu aus Knochen und Innereien landete klatschend auf dem Mädchen. Sie bekam vor lauter Blut und Eis keine Luft mehr und ertrank förmlich im Blut ihres Geliebten.
In ihrem letzten Gedanken verwünschte sie ihre Geburt und das ganzes Leben. Ihre Liebe erlosch und ihre letzten Gefühle bestanden nur noch aus Hass und Tod.


Auf einmal riss Ripper die Augen auf schaute sich nervös um.
Er befand sich noch immer in seiner dunklen Ecke in der Taverne nahe dem Kaminfeuer.
Erleichtert lehnte er sich wieder zurück. Es war also nur wieder so ein Traum... von denen er in letzter Zeit öfters welche hatte. Aber beunruhigend war es schon. In Letzter Zeit passierten einige seltsame Dinge - mit ihm oder um ihn herum.
Ihm war klar, dass es irgendetwas zu bedeuten hatte. Besonders der Traum und die Schlange wollten ihm nicht aus dem Kopf gehen. Ripper versuchte, die Geschehnisse des Traums zu deuten.
Im Traum kamen zwei glücklich verliebte Menschen vor, die sich liebkosten. Es stand wohl für Freunde und Liebe. Dann zerbrach die Welt und die beiden stürzten ins unendliche Elend. Das stand wohl für Zerstörung und Leid. Als nächstes fielen sie in ein blutgetränktes Meer und sahen den Tod der Freunde und Familie.
Ripper dachte konzentriert nach.
Warum sahen sie den Tod der Menschen, die ihnen am Wichtigsten waren?
War es Enttäuschung und Schmerz derer, die dort leblos hingen? Als letztes wurde alles zu Eis und das Mädchen musste mit ansehen, wie ihr das absolute Böse alles nahm samt dem Leben. Und ihre letzten Gedanken bestanden aus Hass und Tod.
Doch warum?
Die Gedanken rasten durch Rippers Kopf.
War es die Fehlleitung einen Menschen zu lieben. Gibt es überhaupt Freude und Liebe auf dieser Welt? Nein... und deshalb ist die Welt zerbrochen. Aus Freude und Liebe wurden Zerstörung, Leid, Enttäuschung, Schmerz, Hass und Tod durch eine Fehlleitung der Menschen. Das Ende der Welt.
„Und wenn das Ende nahe ist, wird er erwachen.“
Er würde erwachen und die fehlgeleitete Welt zerstören... denn für das Böse gibt es keine Rettung. Ripper war klar, was das zu bedeuten hatte... Das Ende ist nahe und die Dunkle Brut war erst der Anfang vom Ende. Ripper würde da sein, wenn diese Welt endet und für das Gute was darauf folgt kämpfen.


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