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Allie
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BeitragThema: - Vorwort -   Sa 30 Jul 2011, 6:36 pm

Vorwort

Ferelden ist ein großes Gebiet mit vielen Gefahren und Geheimnissen.
Ich danke Bruder Genitivi und Schwester Petrine dafür, dass sie für uns etwas über Ferelden zur Verfügung stellten.
Dies hier ist aus „Ferelden: Folklore und Geschichte“ und „Auf der Suche nach Wissen“

Das Ferelden, wie wir es heute kennen, existierte vor dem erhabenen Zeitalter überhaupt nicht. Vielmehr zerfiel das Tal in Dutzende Clans der alten Alamarri,
die ständig miteinander Krieg führten. Es ging dabei um Land, Ehre, die Treue der Grundbesitzer und einmal sogar um den Namen eines Lieblingsmabari.

Doch im 33. Jahr des Erhabenen Zeitalters wurde Calenhad Theirin der Teyrn von Denerim, und alles veränderte sich.

Was wir heute über die Gründung unserer Nation wissen, stammt zumeist aus alten Liedern, die
die Barden über die Zeitalter weitergegeben haben. Dort finden sich wilde Übertreibungen und auch klare Lügen, aber das ist in den wissenschaftlichen Arbeiten einiger meiner Zeitgenossen nicht anders. Dichter und Scholaren sind sich nicht einig, wie er es geschafft hat, doch klar ist, dass Calenhad sich der Unterstützung durch den Zirkel der Magi versichert hat, der ihm zudem eine silbrig-weiße Rüstung anfertigte, die weder Pfeil noch Klinge durchdringen konnte. Calenhad führte seine Armee durch das Tal, eroberte Redcliffe -- die Festung wurde überhaupt nur dreimal erfolgreich belagert -- und ernannte sich beim Landthing vor den Banns selbst zum König.
Die Dichter behaupten, dass alle Lords ohne Widerwort vor Calenhad niederknieten. Dass er zuvor die Versammlungshalle von Aschekriegern und treuen Magiern des Zirkels umstellen
ließ, verschweigen die Balladen jedoch im Allgemeinen.

Calenhad begründete die Theirin-Linie von Königen und Königinnen, die ohne Unterbrechung
bis ins 44. Jahr des Gesegneten Zeitalters herrschte. Dann erfolgte der Einmarsch der Orlaisianer. Der rechtmäßige König musste aus Denerim fliehen, und 70 Jahre lang saß eine Marionette auf dem Thron.

-- Aus Ferelden: Folklore und Geschichte, von Schwester Petrine, Scholarin der Kirche.

Die Besetzung ist eine dunkle Episode der Geschichte von Ferelden. Unser Volk, das seit Anbeginn der Zeit seine Freiheit als höchstes Gut betrachtet hatte, stand plötzlich unter orlaisianischer Herrschaft. Das Reich erklärte unsere Elfen zu Eigentum und verkaufte sie wie Vieh. Chevaliers plünderten regelmäßig Bauernhöfe, nahmen Geld, Lebensmittel und sogar Frauen und Kinder mit und nannten das Ganze "Steuern eintreiben". 70 Jahre lang wurde auch kein Landthing abgehalten, denn der Thron des Reichs hielt unsere überlieferten Gesetze für Hochverrat.

König Brandel konnte entkommen und versuchte, die anderen Lords zur Rückeroberung ihrer Ländereien zu bewegen, doch er war weder klug noch überzeugend, und die Adeligen zogen es vor, sich alleine zu behaupten. Ferelden wäre noch heute ein Teil des Reichs, wenn nicht Brandels Tochter all die Führungsqualitäten gehabt hätte, die ihrem Vater fehlten. Das Wirken der Rebellenkönigin begann mit einem mitternächtlichen Überfall auf die kaiserliche Waffenkammer von Lothering. Er verlief erfolgreich, und mit den erbeuteten Waffen zogen die Rebellen gegen die Orlaisianer in den Krieg.

Der Wendepunkt kam, als sich ein junger Landbesitzer namens Loghain Mac Tir der Armee der Königin anschloss. Er war ein ungewöhnlich guter Stratege und stieg bald zum Berater des jungen Prinz Maric auf. Die Königin wurde schließlich von Sympathisanten der Orlaisianer getötet, die das Wohlwollen ihrer Herren erlangen wollten, und Maric nahm ihren Platz als Rebellenführer ein. Loghain wurde Marics rechte Hand. Gemeinsam begannen sie einen neuen Feldzug gegen die Unterdrücker, an dessen Ende die Schlacht am Dane stand, bei der die letzten Chevaliers in Denerim beseitigt wurden. Die Hauptstadt war wieder in der Hand des Volkes von Ferelden und der Befreiungskampf endlich vorüber. Aber der Kampf um den Wiederaufbau hatte gerade erst begonnen.

-- Aus Ferelden: Folklore und Geschichte, von Schwester Petrine, Scholarin der Kirche.

Auf unsere Nachbarn wirkt Ferelden völlig chaotisch. Anders als in Monarchien üblich, geht die Macht bei uns weniger vom Thron aus, als vielmehr von der Unterstützung durch die Grundbesitzer.

Jeder von ihnen wählt selbst aus, welchem Bann oder Arl er die Treue hält. Üblicherweise ist das derjenige, dessen Schloss am nächsten liegt, denn wozu sollte man für Soldaten bezahlen, die im
Ernstfall viel zu spät eintreffen würden? Meist bleibt die nächste Generation beim selben Bann wie der Vater, aber das ist nicht zwingend und ändert sich schon mal. Es wird kein offizieller Schwur geleistet, und es kommt durchaus vor, vor allem in dem heiklen zentralen Bannorn, dass Banns Grundbesitzer von ihrem Nachbarn abwerben wollen -- was unvermeidlich zu langwierigen Zwistigkeiten führt.

Die Teyrns haben sich in früheren Zeiten aus den Banns erhoben, als Feldherren, die mächtig genug geworden waren, andere Banns dazu zu bringen, ihnen Lehnstreue zu schwören. Vor König Calenhad gab es viele Teyrns, aber ihm gelang es, das auf lediglich zwei zu reduzieren: Gwaren im Süden und Highever im Norden. Der Schwur der Banns und Arls hat nach wie vor Bestand, und die Teyrns können sich im Kriegsfall oder bei Katastrophen darauf berufen, aber auch die Teyrns stehen in der Verantwortung, ihren Getreuen beizustehen.

Die Arls wurden von den Teyrns eingesetzt. Es handelt sich um Befehlshaber strategisch wichtiger Festungen, um die sich die Teyrns nicht selbst kümmern konnten. Anders als die Teyrns haben Arls keine eingeschworenen Banns und gelten gemeinhin als etwas höherstehend als diese.

Der König ist im Prinzip der mächtigste Teyrn. Obwohl Denerim ursprünglich sein Teyrnir war, wurde es mittlerweile zum Arltum erklärt, da das Herrschaftsgebiet des Königs ganz Ferelden umfasst. Aber selbst die Macht des Königs muss von den Banns kommen.

Am deutlichsten zeigt sich das beim Landthing, der jährlichen Versammlung aller Adeligen von
Ferelden, die seit fast 3000 Jahren abgehalten wird, nur unterbrochen von Verderbnissen und Invasionen. Dass ein König um die Unterstützung von „Geringeren“ bittet -- und sogar etwas dafür tut --, ist für ausländische Botschafter immer wieder erstaunlich..

-- Aus Ferelden: Folklore und Geschichte, von Schwester Petrine, Scholarin der Kirche

Das Königreich Ferelden ist die südlichste zivilisierte Nation in Thedas -- auch wenn manche Scholaren den Anspruch, zivilisiert zu sein, infrage stellen. Es ist vermutlich das isolierteste aller Königreiche in Thedas: Im Osten liegt das Meer von Amaranthine, im Norden das Wache Meer und im Süden die Korcari-Wildnis, die im Sommer ein gewaltiger Morastsumpf und im Winter ein Labyrinth von zugefrorenen Wasserwegen ist. Im Westen befindet sich das Frostgipfel-Gebirge,
und nur eine schmale Ebene zwischen den Bergen und der See lässt Reisen zwischen Ferelden und Orlais zu.

Der Großteil des Landes in der Mitte, genannt das Bannorn, besteht aus offener Steppe und wird von den Resten eines alten Hochweges aus der Zeit von Tevinter durchzogen, der früher Val Royeaux mit Ostagar am Rand der Korcari-Wildnis verband. Der westliche Teil von Ferelden wird beherrscht vom Calenhad-See, einem riesigen Kratersee, der vom Schmelzwasser der Gletscher der nahegelegenen Berge gespeist wird. Am Calenhad-See befinden sich die berühmte Burg Redcliffe sowie der Turm des Zirkels, der den Zirkel der Magi von Ferelden beherbergt.

Im Osten ist der weitläufige Brecilianwald, in dem es abergläubischen Einheimischen zufolge spukt, und an dessen Rand sich der Drachengipfel erhebt, ein einzelner Berg, an dessen Fuß die Hauptstadt Denerim liegt.

-- Aus Auf der Suche nach Wissen: Die Reisen eines Scholaren der Kirche von Bruder Genitivi


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